Arte Cítrica
Ausgaben


Erinnerung, Spur und Vergessen
V.2 N.4
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Jedes Bild entsteht aus einer Abwesenheit.
Es gibt eine alte Wahrheit über die Fotografie: Sie hält den Augenblick genau in dem Moment fest, in dem er bereits zu verschwinden beginnt. Barthes bezeichnete diese Erfahrung als Es-ist-so-gewesen; Kossoy verstand die Fotografie als Erinnerung und Konstruktion der Wirklichkeit; Ricoeur dachte die Spur als das, was die Abwesenheit überdauert.
Diese Ausgabe von Arte Cítrica vereint vier Arten, diese Abwesenheit zu bewohnen: durch die Aquarellmalerei, die sich weigert, Konturen festzuschreiben; durch Graffiti, das Schicht um Schicht beharrt; durch Fotografie, die mal verstummt, mal der Bewegung folgt; und durch Collage, die das Familienporträt zerschneidet und neu zusammensetzt.
Hier ist Erinnerung keine bloße Kulisse.
Sie ist Arbeitsmaterial.
Sie bleibt eine offene Frage.
Arte Cítrica glaubt weiterhin daran, dass Kunst die Welt nicht nur abbildet: Sie stellt sich der Zeit, tritt mit dem Vergessen in einen Dialog und versucht – wohl wissend, dass sie scheitern wird –, festzuhalten, was bereits entglitten ist. Vielleicht liegt gerade in diesem immer unvollendeten Versuch, Werk für Werk aufs Neue, das Menschlichste an Fotografie und Malerei.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Fotografische Erinnerungen: Eine Erfahrung der Selbsterkenntnis — Ana Paula Pessoa eröffnet diese Ausgabe mit einem autobiografischen Bericht darüber, wie Familienfotografien durch Collage, Zerschneiden und Schreiben neu gedeutet werden – ein Prozess der Selbsterkenntnis, geprägt von der Pandemie, der Scheidung ihrer Eltern und dem Gewicht des Familienalbums.
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Wege der Erinnerung — Nádia Muyrah, Saba Pourhosein Baghali, Sarvenaz Khorvash und Zahra Firouzi präsentieren in VitrinArte vier künstlerische Wege durch Aquarell, Graffiti, Ölmalerei und Volkskunst und erforschen Kindheit, Identität, Zugehörigkeit und Herkunft.
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Zwei Wahrheiten des Körpers — Eneide Mücke und Mariana Quadros teilen zwei fotografische Perspektiven: Die eine untersucht psychische Störungen in Schwarzweiß, die andere begleitet Radfahrerinnen und Radfahrer in Bildern, die den Körper in Bewegung feiern.
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Die Anatomie des Vergessens: Der Dialog zwischen Ricoeur und dem Spur-Bild — Ana Paula dos Santos macht das Herz zum Archiv der Erinnerung und untersucht Beständigkeit und Auslöschung anhand von Paul Ricoeurs Begriff der Spur.
Diese Ausgabe verspricht nicht, sich an alles zu erinnern. Sie lässt lediglich ein kleines Licht zwischen den Spuren brennen, damit jemand eines Tages den Weg zurückfindet.
Tanz, Körper und Widerständigkeit
V. 2 N.3 2026
Der Körper wusste schon immer zu tanzen, bevor er um Erlaubnis bat.
Diese Ausgabe von Arte Cítrica nimmt den Tanz zum Ausgangspunkt, um zu zeigen, dass Kunst niemals außerhalb der Welt existiert: Sie antwortet auf ihre Zeit, setzt sich mit ihr auseinander und erfindet sie neu. Dieses Heft feiert nicht nur eine künstlerische Ausdrucksform, sondern versteht Tanz als einen umkämpften Raum, in dem Körper Normen herausfordern, Geschichte durchqueren und Bewegung in Widerstand verwandeln. Denn Tanzen war – und ist in vielen Zusammenhängen – ein Akt der Auflehnung.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Mein Haar ist nicht zum Anfassen da: Körper, Bild und Widerständigkeit im Videotanz — Patricia Ressurreição untersucht den Videotanz als Raum ästhetischer und politischer Auseinandersetzung und verbindet Rassismus, Körper und audiovisuelle Sprache.
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Klangneuordnungen in der Diaspora — Crá Rosa prägt die Musikrubrik mit einem Werdegang, der afrikanische Perkussion als Denken, Erinnerung und schöpferische Praxis neu positioniert.
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Wolf Crew: Wenn Tanz zu einem Werkzeug sozialer Transformation wird — Sophia Manhaes stellt die Breakdance-Gruppe vor, die Tanz zu Zugehörigkeit, Bildung und Gemeinschaft gemacht hat.
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Der befreiende Sprung: Körper, Technik und Präsenz im Stiletto-Tanz — Das Projekt Diva da Comunidade zeigt Stiletto als Sprache der Selbstbestimmung und weiblichen Ermächtigung.
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Der Körper, den der Staat zum Schweigen bringen wollte — Tathy Zimmermann blickt auf die Verfolgung von Samba und Gafieira zurück und zeigt Tanz als historische Form des Widerstands.
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Interview: Rafaella Pasini Abudi — Die Forscherin reflektiert Tanz als Form des Denkens, Zuhörens und der Sinnstiftung.
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Arabischer Tanz: Kultur, Körper und Ausdruck — Kátia Velo versteht den arabischen Tanz als lebendiges Kulturerbe – weit über stereotype Vorstellungen hinaus.
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Sie werden sich in Ihre Spitzenschuhe verlieben — Keren Montrezoro beleuchtet die Beziehung zwischen Tänzerin, Spitzenschuhen und Technik als Begegnung von Körper und Fürsorge.
Diese Ausgabe beendet die Debatte über den Tanz nicht – sie eröffnet sie aus einer neuen Perspektive.
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Künstlerinnen
Verschiebung und Präsenz
V.2 N.2 2026
Schaffen war schon immer weiblich.
Indem diese Ausgabe den Frauen gewidmet ist, schlägt die Zeitschrift eine einfache und zugleich radikale Übung vor: den Blick zu verschieben. Nicht als bloße historische Wiedergutmachung, sondern als Anerkennung einer Kraft, die immer schon da war. Hier verbindet sich die Suche nach Sichtbarkeit mit anderen Dringlichkeiten unserer Zeit: dem Kampf gegen Rassismus, der Verteidigung kultureller Zugänglichkeit und dem Aufbau von Allianzen, die das Zuhören erweitern und das künstlerische Feld verändern können. Wir bekräftigen unsere Haltung: Kultur ist nicht neutral. Kultur ist ein Kampf um Erinnerung, Erzählung und Präsenz. Und Erinnerung ist Macht.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Elke Maravilha: Jenseits von Perücken, Absätzen und Lippenstiften — eine Frau, an die man am 8. März erinnern sollte — Ton Garcia zeichnet den Weg der Künstlerin nach, die ihre Präsenz in eine politische Geste verwandelte.
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Lucy Citti Ferreira: Die vergessene Malerin der Moderne — Mazé Torquato Chotil rekonstruiert den Werdegang der Künstlerin, die aus den offiziellen Erzählungen der Moderne häufig ausgelöscht wurde.
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Andressa Medeiros: Territorien der Sensibilität und die Ästhetik der Begegnung — Reflexionen über kulturelle Zugänglichkeit, Zugehörigkeit und kollektive Konstruktion.
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Schwarze Frauen im Zentrum: Die narrativen Konstruktionen von Luedji Luna — Priscilla Barbosa analysiert Herkunft, Identität und Repräsentation im Werk der Sängerin aus Bahia.
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Gotímetro: Der Antirassismus des Alltags — Cleo Cavalcantty und Monica Margarido verwandeln alltägliches Zuhören in ein kritisches Werkzeug.
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Modos Cítricos — Wege durch die zeitgenössische Musik zwischen neuen Stimmen und sensiblen Kontinuitäten: Kelly Lua und Thamires Tannous.
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VitrinArte — Ein Raum für lebende Künstlerinnen und die vielfältigen Formen gegenwärtiger Schöpfung.
Denn es genügt, die Perspektive zu verändern, um zu erkennen: Der Rand war schon immer ein pulsierendes Zentrum der Schöpfung.
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Sonderausgabe Diaspora
v.2 n.1 2026
Denn Kunst in Bewegung geht nicht verloren: sie verwandelt sich.
Die Sonderausgabe Diaspora entsteht aus dem Zuhören von Stimmen, die außerhalb ihrer Herkunftsorte schaffen, aber niemals außerhalb ihrer selbst. Diese Ausgabe widmet sich der brasilianischen Musikdiaspora und versteht Verlagerung nicht als Abwesenheit oder Bruch, sondern als Raum der Neuerfindung, lebendigen Erinnerung und sensiblen Bewegung zwischen Zeiten, Geografien und Identitäten. Hier erscheint Musik als Beständigkeit in Bewegung — eine Weise, die Welt zwischen Sprachen, Geschichten und Affekten zu bewohnen.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Stimme, Zeit und Verlagerung: Wege der brasilianischen Musikdiaspora — Das Gasteditorial stellt die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe vor und skizziert die Reflexionen dieses Sonderheftes.
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Malês und afrikanische Diaspora: Widerstand und Kunst als Erinnerung — Lara Tannus denkt über Musik als ancestrale Wurzel und Kraft des Widerstands in der afrikanischen Diaspora nach.
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Musikalische Diaspora: Notizen zu einem Hören in Bewegung — Priscilla Barbosa teilt Forschungswege über brasilianische Musik, die außerhalb des Landes entsteht.
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Maria d’Apparecida: Interpretin von Carmen und MPB — 100 Jahre — Mazé Torquato Chotil beleuchtet die Laufbahn der brasilianischen Opernsängerin und ihre historische Bedeutung.
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Lange vor Tia Amélia: Amélia Brandão Nery auf Tour durch die Amerikas — Thiago Leme Marconato hebt die internationale Tätigkeit der Komponistin und Pianistin hervor.
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Die gestimmte Stadt: die Oficina de Música de Curitiba — Tathy Zimmermann reflektiert über die 43. Oficina de Música de Curitiba und die Stadt als Klangterritorium.
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Interview mit Letícia Malvares — Ein Gespräch über künstlerische Praxis, kreative Wege und musikalische Produktion im Dialog mit der Welt.
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Modos Cítricos — Neue Rubrik über Musikerinnen und Musiker, Alben und musikalische Produktionen.
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VitrinArte — Einladung zur virtuellen Ausstellung Citrus-Territorium, wo Bilder und Erfahrungen weiterhin zusammenleben.
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#5 Território Cítrico (Zitrisches Territorium) - v.1 n.5 2025
Denn Kunst vergeht nicht: sie bleibt.
Diese Ausgabe schließt den ersten Zyklus von Arte Cítrica ab – nicht als Bilanz oder abgeschlossenes Archiv, sondern als lebendiges Territorium. Ein Feld der Präsenz, in dem vielfältige Stimmen, disziplinlose Sprachen und unzähmbare Gesten koexistieren, sich spannen und weiter nachhallen. Jede Seite trägt Spuren von Zeit, Denken und Erfahrung — Affinität, Reibung und Kontinuität in Bewegung. Eine Ausgabe zum Bleiben. Um erneut hinzusehen. Um zu erkennen, dass dieses Territorium weiter expandiert.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Klangkarten der Zeitgenössenschaft — Ein Bericht über die Erfahrungen unserer internationalen Korrespondentin beim 23. Internationalen IASPM-Seminar (Sorbonne, Paris, 2025).
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Zitrische Reise: Kunst, Mut und Neuerfindung — Tathy Zimmermann teilt die Überschneidungen und Herausforderungen des ersten Jahres von Arte Cítrica.
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Mein Eintritt in die Welt der Literatur — Pri Fernandes führt ein intimes Gespräch über das Schreiben, den Werdegang und die Zugehörigkeit.
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Was uns hierher geführt hat: zwischen der Säure, die brennt, und der Süße, die heilt — Das Manifest, das diesen Zyklus abschließt und den Horizont dessen entwirft, was noch kommen wird.
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#4 Die Welt (ent)lernen
v.1 n.4 2025
Denn Kunst, die bildet, dressiert nicht. Sie weckt auf.
Eine Ausgabe, die den Potenzialen der Kunstpädagogik gewidmet ist, in der Lernen und Entlernen Hand in Hand gehen. Hier ist Bildung ein poetischer und politischer Gestus: dem Verstummten Gehör schenken, das Starre in Bewegung setzen und lernen, die Welt wieder mit dem ganzen Körper zu spüren.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Welten tanzen: Kunst, Bildung und Dekolonialität — Raissa B. F. Aripuá reflektiert über Bewegung als Sprache der Befreiung, in der der Körper zu einem Ort des Widerstands und der Wiederverzauberung wird.
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Kartografie der Erinnerung in Liedern — Priscilla Barbosa lädt dazu ein, persönliche und kollektive Erinnerungen durch Musik zu durchmessen und Gedenken in Territorien der Zugehörigkeit zu verwandeln.
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Kunstunterricht und die kritische Bildung des Blicks — Rossano Silva diskutiert die Rolle der Kunst bei der Konstruktion eines sensiblen, kritischen und transformativen Blicks, der über die traditionelle Lehre hinausgeht.
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Interview mit Angélica Sátiro: Die Kunst, Sinne zu entwirren — Die Denkerin und Pädagogin spricht über Kreativität, Imagination und die politische Macht der Kunst als ästhetische und ethische Erfahrung.
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Ballett für Erwachsene: Mehr als Bildung durch Kunst — Kátia Alvares Mazur und Tathy Zimmermann teilen einen Bericht von Körper und Seele über das Lernen, das Über-sich-Hinauswachsen und die kollektive Kraft, das Unmögliche zu tanzen.
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#3 — Insurrektion des Wortes
v.1 n.3 2025
Denn Literatur ist niemals neutral. Sie ist ein Gestus der Unbeugsamkeit."
Diese Ausgabe feiert das Wort als aktive Kraft: eine Schrift, die verwundet, verdrängt und Widerstand leistet. Zwischen Schweigen, Fragmenten und gewaltigen Stimmen entfacht jeder Text einen Funken Aufruhr — eine Einladung, die Welt zu denken, zu fühlen und zu hinterfragen.
Inhalt dieser Ausgabe:
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Die ewige Suche nach dem „Ich“ in den Erzählungen von Clarice Lispector — Pri Fernandes analysiert Lispectors Schreiben als Konstruktion des Subjekts zwischen Stille, Erinnerung und Schwindel.
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Medea erlösen — Laurene Veras lässt die Tragödie des Euripides und ihre Neudeutung bei Lars von Trier Revue passieren und reflektiert über Macht, Geschlecht und Widerstand.
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Was ist Kunst? Teil II – wenn die Kunst den Rahmen sprengt — Tathy Zimmermann durchläuft die Brüche, Avantgarden und sensorischen Revolutionen des 20. und 21. Jahrhunderts.
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„Ich bin die Monsterin“ — Hilda Hilsts Poetik für Kinder — Carla Viccini erforscht die kindliche Imagination als Territorium der Provokation, der Zuneigung und des kritischen Denkens.
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Interview mit Barbara Lia — Ein Gespräch über das Schreiben, den kreativen Prozess und die Insurrektion des Wortes als Handeln in der Welt.
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#2 — Tiefen der Kunst
v.1 n.2 2025
Eine Ausgabe, die dorthin taucht, wo kein Licht mehr hinkommt: dorthin, wo die Kunst schlägt, blutet und spielt.
Was erwartet Sie in unseren Seiten?
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Manifest des Spielerischen Philosophierens
Angélica Sátiro lädt uns ein, mit Ideen zu spielen — denken beim Spielen, spielen beim Philosophieren. Denn auch Philosophie kann Kreide auf dem Asphalt sein. -
Was ist Kunst? Teil I – Eine Reise von der Antike bis ins 19. Jahrhundert
Tathy Zimmermann, Künstlerin und Historikerin, durchstreift Jahrhunderte voller Debatten, Salons und Brüche, um uns zu zeigen: Es gibt keine endgültige Antwort, sondern ein Kaleidoskop von Bedeutungen. -
Interview mit dem Kollektiv Ideosphera
Anarchische, ungezähmte, brennende Kunst. Ein Kollektiv, das aus Kellern, Scherben und Rissen geboren wird — Beweis dafür, dass Kunst Komet, Ruine und Explosion sein kann. -
Kunst als Katharsis
Katia Velo schreibt über die Alchemie von Schmerz und Schönheit und erinnert uns daran, dass Leben immer ein kreativer Akt ist.
Eine Ausgabe, die Sie durchdringen wird: zwischen Lachen und Wunden, Drachen und geballten Fäusten, Kunst als Balsam und Feuer.
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Spezial-Dossier „Ich bin noch hier“
v.1 n.1 2025
Eine Ausgabe, die Kino, Erinnerung und Widerstand atmet. Walter Salles’ Film, Gewinner des Oscars 2025, dient als Ausgangspunkt für ein intensives Eintauchen: Eunice Paiva, ihr von Schmerz und Mut geprägter Weg und der Kampf um die Wahrheit, der bis heute nachhallt.
Was finden Sie in unseren Seiten?
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Eunice Paiva: wenn das Kino das Schweigen bricht
Der Filmemacher Ermeson Vieira Gondim eröffnet die Ausgabe mit einer Analyse, wie die Kamera das Schweigen durchbrechen kann. -
Die Künstler sind noch da (und hier)
Filmemacher und bildender Künstler César Meneghetti erinnert uns daran, dass Künstler — und immer sein werden — an vorderster Front gegen das Vergessen stehen. -
Wir müssen einen Weg finden, mein Freund
Philosophin und Schriftstellerin Laurene Veras verbindet das Lied von Erasmo Carlos mit dem brutalen Kontrast zwischen Feier und Gewalt und zeigt, wie das Lächeln selbst in dunklen Zeiten ein Akt des Widerstands ist. -
Eunice Paiva und die Wunden der Erinnerung: ein Essay über Widerstand und Freiheit
In der historischen Sektion zeichnet die Künstlerin und Historikerin Tathy Zimmermann das Porträt von Eunice Paiva, die Trauer in Aktivismus für Menschenrechte und indigene Völker verwandelte. -
Interview mit Moara Tupinambá
Die Künstlerin teilt ihre Sicht darauf, wie sich indigene Vorfahren in Schaffen und Kampf widerspiegeln. -
Ich bin noch hier: Geschichte und Musik verflochten
Als kraftvollen Abschluss führt uns Sängerin und Historikerin Priscilla Barbosa durch einen Soundtrack, der die Erzählung verstärkt und vertieft — wo Musik und Erinnerung sich im Widerstand verbinden.
Eine Ausgabe zum Fühlen, Erinnern und Nichtvergessen: Kunst als lebendige Flamme gegen das Schweigen.
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Ausgabe Null
v.1 n.0 2025
Null. Der Ausgangspunkt. Die fruchtbare Leere. Die weiße Leinwand, die bereits alle Möglichkeiten in sich trägt. In diesem Raum zwischen Furcht und Ekstase entsteht Arte Cítrica: als Einladung, als Entdeckung, als Transformation. Die Null ist Same, ist Potenzial, ist das, was in viele Richtungen aufblüht.
Inhalt dieser Ausgabe:
Die Erstausgabe von Arte Cítrica taucht ein in Werke, Ideen und Überschneidungen, die die Null als Ursprung, Abwesenheit und Verheißung erforschen:
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Der Körper als Objekt: Marina Abramović und Rhythm 0
Der Philosoph und Psychoanalytiker Gustavo Jugend analysiert die brutale Performance der serbischen Künstlerin und reflektiert über Gewalt, Verdinglichung und die „lakanische Null“ als Symbol des Nicht-Existierenden, das paradoxerweise existiert. -
Die Tafeln des Heiligen Vinzenz: das rätselhafte Gemälde von Nuno Gonçalves
Ein Text von Tathy Zimmermann über das umstrittene portugiesische Polyptychon, das Zeit und Interpretationen trotzt. -
Interview mit Christopher Zoellner
Der Künstler und Designer spricht über seine Erfahrungen in Taiwan und darüber, wie seine Grafik- und Textilkunst Oberflächen in visuelle Erzählungen verwandelt. -
Von Null an: brasilianische Musik in der Diaspora
Die Historikerin und Sängerin Priscilla Barbosa schreibt über das Programm Más Allá de la Bossa Nova und die kreative Kraft brasilianischer Musik, die im Ausland entsteht.
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