
#5 Cítrisches Territorium
Denn Kunst vergeht nicht: sie bleibt.
Diese Ausgabe markiert den Abschluss des ersten Zyklus von Arte Cítrica. Nicht als Bilanz und nicht als abgeschlossenes Archiv, sondern als Territorium — lebendig, pulsierend, bewohnt. Wir versammeln Texte, die über das Jahr 2025 und die Entstehung von Arte Cítrica reflektieren. Mehr als eine Retrospektive formt sich diese Ausgabe als Feld der Präsenz: vielfältige Stimmen, undiszipliniert-sprachliche Ausdrucksformen, Gesten, die sich einfachen Zuschreibungen entziehen. Werke, die koexistieren, sich reiben, einander erkennen und weiter nachhallen.
In diesem Moment der Reflexion über das, was uns hierher geführt hat, versammeln wir — im Dialog mit der Zeitschrift — auch Künstlerinnen und Künstler, die das erste Jahr von Arte Cítrica geprägt haben und zugleich in unserer ersten virtuellen Ausstellung Cítrisches Territorium präsentiert werden. Jede Seite trägt Spuren von Zeit, Denken und Erfahrung. Es gibt keine Hierarchie, keine gerade Linie. Was existiert, ist Zusammenleben. Affinität. Reibung. Kontinuität.
In dieser Ausgabe:
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Klangkarten der Gegenwart: Retrospektive des 23. Internationalen IASPM-Seminars – Paris, 2025
Ein Bericht über die Erfahrungen unserer Internationalen Korrespondentin bei der Veranstaltung an der Sorbonne-Universität in Paris.
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Cítrische Reise: Kunst, Mut und Neuerfindung — die Geburt der Cítrischen Revolution—
Tathy Zimmermann teilt die Wege, Herausforderungen und Durchquerungen des ersten Jahres von Arte Cítrica.
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Mein Eintritt in die Welt der Literatur—
Pri Fernandes führt ein intimes und sensibles Gespräch über ihren Weg in die Seiten der Zeitschrift.
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Was uns hierher geführt hat: zwischen der Säure, die brennt, und der Süße, die heilt—
Das Manifest, das diesen Zyklus abschließt und den Horizont dessen entwirft, was kommen wird.
Einen Zyklus hier zu beenden heißt, den zurückgelegten Weg anzuerkennen, um mit größerer Klarheit weiterzugehen. Eine Ausgabe, um zu bleiben. Um erneut hinzusehen. Um zu begreifen, dass dieses Territorium weiter wächst.
#3 Aufstand des Wortes
Denn Literatur ist nie neutral, sie ist immer ein Akt des Ungehorsams
Eine Ausgabe, die Literatur als Akt des Widerstands feiert. Zwischen Stille, Fragmenten und kraftvollen Stimmen entfacht jeder Text einen Funken Aufstand und lädt zum Denken, Fühlen und Hinterfragen ein.
In dieser Ausgabe:
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Die ewige Suche nach dem „Ich“ in Clarice Lispectors Geschichten
Tauchen Sie ein in Pri Fernandes’ Analyse von Lispectors Geschichten, in denen sich das „Ich“ zwischen Stille und Erinnerungssplittern formt.
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Medea wiederbeleben
Die Philosophin Laurene Veras bietet eine kritische Lesung der Tragödie von Euripides und ihrer Neuinterpretation in Lars Von Triers Werk, mit Reflexionen über Macht, Geschlecht und Widerstand.
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Was ist Kunst? Teil II – Wenn Kunst ihre Rahmen sprengt: Brüche, Rebellionen und sensorische Revolutionen
Historikerin und Künstlerin Tathy Zimmermann beleuchtet Avantgarde, Experimente und die Vielfalt künstlerischer Schöpfung, auf einer Reise durch das 20. und 21. Jahrhundert.
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„Ich bin das Monster“ – Hilda Hilsts Poesie für Kinder
Autorin und Professorin Carla Viccini erforscht Hilsts Werk und zeigt, wie kindliche Fantasie zu Kunst wird, die berührt, provoziert und hinterfragt.
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Interview mit Barbara Lia
Wir sprechen mit der Schriftstellerin und Dichterin über ihr Werk, ihre kreativen Prozesse und den Aufstand des Wortes in jedem literarischen Gestus.
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Kunst in Aktion
Neben den Texten zeigt die Ausgabe Künstler*innen, die uns visuelle Kreationen, Performances und Bilder schenken, die mit jeder literarischen Reflexion im Dialog stehen und das Mosaik des Aufstands des Wortes vervollständigen.
Eine Ausgabe zum Lesen, Fühlen und um jedes Wort schneiden, bewegen und transformieren zu lassen.
#3 Aufstand des Wortes
Denn Literatur ist nie neutral, sie ist immer ein Akt des Ungehorsams
Eine Ausgabe, die Literatur als Akt des Widerstands feiert. Zwischen Stille, Fragmenten und kraftvollen Stimmen entfacht jeder Text einen Funken Aufstand und lädt zum Denken, Fühlen und Hinterfragen ein.
In dieser Ausgabe:
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Die ewige Suche nach dem „Ich“ in Clarice Lispectors Geschichten
Tauchen Sie ein in Pri Fernandes’ Analyse von Lispectors Geschichten, in denen sich das „Ich“ zwischen Stille und Erinnerungssplittern formt.
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Medea wiederbeleben
Die Philosophin Laurene Veras bietet eine kritische Lesung der Tragödie von Euripides und ihrer Neuinterpretation in Lars Von Triers Werk, mit Reflexionen über Macht, Geschlecht und Widerstand.
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Was ist Kunst? Teil II – Wenn Kunst ihre Rahmen sprengt: Brüche, Rebellionen und sensorische Revolutionen
Historikerin und Künstlerin Tathy Zimmermann beleuchtet Avantgarde, Experimente und die Vielfalt künstlerischer Schöpfung, auf einer Reise durch das 20. und 21. Jahrhundert.
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„Ich bin das Monster“ – Hilda Hilsts Poesie für Kinder
Autorin und Professorin Carla Viccini erforscht Hilsts Werk und zeigt, wie kindliche Fantasie zu Kunst wird, die berührt, provoziert und hinterfragt.
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Interview mit Barbara Lia
Wir sprechen mit der Schriftstellerin und Dichterin über ihr Werk, ihre kreativen Prozesse und den Aufstand des Wortes in jedem literarischen Gestus.
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Kunst in Aktion
Neben den Texten zeigt die Ausgabe Künstler*innen, die uns visuelle Kreationen, Performances und Bilder schenken, die mit jeder literarischen Reflexion im Dialog stehen und das Mosaik des Aufstands des Wortes vervollständigen.
Eine Ausgabe zum Lesen, Fühlen und um jedes Wort schneiden, bewegen und transformieren zu lassen.
#2 — Tiefen der Kunst
Eine Ausgabe, die dorthin taucht, wo kein Licht mehr hinkommt: dorthin, wo die Kunst schlägt, blutet und spielt.
Was erwartet Sie in unseren Seiten?
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Manifest des Spielerischen Philosophierens
Angélica Sátiro lädt uns ein, mit Ideen zu spielen — denken beim Spielen, spielen beim Philosophieren. Denn auch Philosophie kann Kreide auf dem Asphalt sein. -
Was ist Kunst? Teil I – Eine Reise von der Antike bis ins 19. Jahrhundert
Tathy Zimmermann, Künstlerin und Historikerin, durchstreift Jahrhunderte voller Debatten, Salons und Brüche, um uns zu zeigen: Es gibt keine endgültige Antwort, sondern ein Kaleidoskop von Bedeutungen. -
Interview mit dem Kollektiv Ideosphera
Anarchische, ungezähmte, brennende Kunst. Ein Kollektiv, das aus Kellern, Scherben und Rissen geboren wird — Beweis dafür, dass Kunst Komet, Ruine und Explosion sein kann. -
Kunst als Katharsis
Katia Velo schreibt über die Alchemie von Schmerz und Schönheit und erinnert uns daran, dass Leben immer ein kreativer Akt ist.
Eine Ausgabe, die Sie durchdringen wird: zwischen Lachen und Wunden, Drachen und geballten Fäusten, Kunst als Balsam und Feuer.
Spezial-Dossier „Ich bin noch hier“
Eine Ausgabe, die Kino, Erinnerung und Widerstand atmet. Walter Salles’ Film, Gewinner des Oscars 2025, dient als Ausgangspunkt für ein intensives Eintauchen: Eunice Paiva, ihr von Schmerz und Mut geprägter Weg und der Kampf um die Wahrheit, der bis heute nachhallt.
Was finden Sie in unseren Seiten?
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Eunice Paiva: wenn das Kino das Schweigen bricht
Der Filmemacher Ermeson Vieira Gondim eröffnet die Ausgabe mit einer Analyse, wie die Kamera das Schweigen durchbrechen kann. -
Die Künstler sind noch da (und hier)
Filmemacher und bildender Künstler César Meneghetti erinnert uns daran, dass Künstler — und immer sein werden — an vorderster Front gegen das Vergessen stehen. -
Wir müssen einen Weg finden, mein Freund
Philosophin und Schriftstellerin Laurene Veras verbindet das Lied von Erasmo Carlos mit dem brutalen Kontrast zwischen Feier und Gewalt und zeigt, wie das Lächeln selbst in dunklen Zeiten ein Akt des Widerstands ist. -
Eunice Paiva und die Wunden der Erinnerung: ein Essay über Widerstand und Freiheit
In der historischen Sektion zeichnet die Künstlerin und Historikerin Tathy Zimmermann das Porträt von Eunice Paiva, die Trauer in Aktivismus für Menschenrechte und indigene Völker verwandelte. -
Interview mit Moara Tupinambá
Die Künstlerin teilt ihre Sicht darauf, wie sich indigene Vorfahren in Schaffen und Kampf widerspiegeln. -
Ich bin noch hier: Geschichte und Musik verflochten
Als kraftvollen Abschluss führt uns Sängerin und Historikerin Priscilla Barbosa durch einen Soundtrack, der die Erzählung verstärkt und vertieft — wo Musik und Erinnerung sich im Widerstand verbinden.
Eine Ausgabe zum Fühlen, Erinnern und Nichtvergessen: Kunst als lebendige Flamme gegen das Schweigen.
Ausgabe Null
Null. Der Ausgangspunkt. Die fruchtbare Leere. Die weiße Leinwand, die bereits alle Möglichkeiten in sich trägt. In diesem Raum zwischen Furcht und Ekstase entsteht Arte Cítrica: als Einladung, als Entdeckung, als Transformation. Die Null ist Same, ist Potenzial, ist das, was in viele Richtungen aufblüht.
In dieser Ausgabe
Die Erstausgabe von Arte Cítrica taucht ein in Werke, Ideen und Überschneidungen, die die Null als Ursprung, Abwesenheit und Verheißung erforschen:
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Der Körper als Objekt: Marina Abramović und Rhythm 0
Der Philosoph und Psychoanalytiker Gustavo Jugend analysiert die brutale Performance der serbischen Künstlerin und reflektiert über Gewalt, Verdinglichung und die „lakanische Null“ als Symbol des Nicht-Existierenden, das paradoxerweise existiert. -
Die Tafeln des Heiligen Vinzenz: das rätselhafte Gemälde von Nuno Gonçalves
Ein Text von Tathy Zimmermann über das umstrittene portugiesische Polyptychon, das Zeit und Interpretationen trotzt. -
Interview mit Christopher Zoellner
Der Künstler und Designer spricht über seine Erfahrungen in Taiwan und darüber, wie seine Grafik- und Textilkunst Oberflächen in visuelle Erzählungen verwandelt. -
Von Null an: brasilianische Musik in der Diaspora
Die Historikerin und Sängerin Priscilla Barbosa schreibt über das Programm Más Allá de la Bossa Nova und die kreative Kraft brasilianischer Musik, die im Ausland entsteht.





