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Arte Cítrica

Ausgaben

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Künstlerinnen
Verschiebung und Präsenz
V.2 N.2

Schöpfen war schon immer weiblich.

Wenn wir den Blick verschieben, erkennen wir, dass das, was wie Stille schien, schon immer Stimme war. Was wie Abwesenheit wirkte, war in Wahrheit nur Unsichtbarkeit.

Diese Ausgabe von Arte Cítrica entspringt einer Geste der Bewegung. Jahrhundertelang wurde die Geschichte der Kunst, Wissenschaft und Kultur von einem Zentrum mit definiertem Geschlecht und Macht geschrieben: dem Männlichen. Doch Frauen haben immer geschaffen, geforscht, gemalt und gedacht — oft am Rande von Narrativen, die ihre Wege lieber verkürzten oder auslöschten.

Indem die Zeitschrift diesen Band den Frauen widmet, schlägt sie eine einfache und radikale Übung vor: den Blick zu verschieben. Nicht als bloße historische Entschädigung, sondern als Anerkennung einer Kraft, die schon immer da war. Hier verbindet sich die Suche nach Sichtbarkeit mit anderen Dringlichkeiten unserer Zeit: dem Kampf gegen Rassismus, dem Eintreten für kulturelle Barrierefreiheit und dem Aufbau von Allianzen, die das Zuhören verstärken und das künstlerische Feld transformieren können.

Wir bekräftigen unsere Position: Kultur ist nicht neutral. Kultur ist ein Streit um Erinnerung, Narrativ und Präsenz. Und Erinnerung ist Macht.

 

In dieser Ausgabe:

  • Elke Maravilha: jenseits von Perücken, Absätzen und Lippenstiften — eine Frau, an die man am 8. März erinnern sollte — Ton Garcia besucht den Werdegang der Künstlerin erneut, die ihre unzähmbare Präsenz in eine politische Haltung in der brasilianischen Szene verwandelte. Eine grundlegende Frau, an die wir an diesem 8. März erinnern sollten.

  • Lucy Citti Ferreira: die vergessene Malerin der Moderne — Mazé Torquato Chotil lässt den Werdegang der Künstlerin Revue passieren, die häufig auf ihre Beziehung zu Lasar Segall reduziert wird, und gibt ihr den Platz als souveräne Autorin und Schöpferin zurück.

  • Andressa Medeiros: Territorien der Sensibilität und die Ästhetik der Begegnung — In einem exklusiven Interview teilt die Gründerin von Ariramba Cultural Reflexionen über Barrierefreiheit und die Schaffung von Räumen, in denen verschiedene Identitäten effektiv teilhaben können.

  • Schwarze Frauen im Zentrum: die narrativen Konstruktionen von Luedji Luna — Priscilla Barbosa analysiert das Werk der Sängerin aus Bahia und hebt hervor, wie ihre Produktion Ahnenforschung und eine kritische Perspektive artikuliert, die den schwarzen Körper zurück ins Zentrum des Diskurses rückt.

  • Gotímetro: o antirracismo nosso de cada dia (unser täglicher Antirassismus) — Der Podcast von Cleo Cavalcantty und Monica Margarido verwandelt Alltagserfahrungen in ein Analysewerkzeug und schlägt das Zuhören als politische Geste vor.

  • Modos Cítricos (Zitrische Modi) — Klanglandschaften, die das zeitgenössische Musikschaffen begleiten, zwischen der bahnbrechenden Kraft von Kelly Lua und der reifen Beständigkeit von Thamires Tannous.

  • VitrinArte — In dieser Ausgabe heißt die Rubrik lebende Künstlerinnen willkommen und bekräftigt das Engagement der Zeitschrift für Stimmen, die die Gegenwart weiter unter Spannung setzen und erweitern.

 

Diese Ausgabe beabsichtigt nicht, Debatten zu beenden; im Gegenteil, sie öffnet Spalten, damit neue Narrative weiter entstehen können. Durch die Anerkennung der weiblichen Zentralität im intellektuellen Schaffen bekräftigt Arte Cítrica ihr Engagement für eine kritische, plurale und bewegte Kultur.

 

Man muss nur die Perspektive wechseln, um zu erkennen: Der Rand war schon immer ein pulsierendes Zentrum der Schöpfung.

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Sonderausgabe Diaspora
v.2 n.1, 2026

Denn Kunst in Bewegung geht nicht verloren: sie verwandelt sich.

Die Sonderausgabe Diaspora entsteht aus dem Zuhören von Stimmen, die außerhalb ihrer Herkunftsorte schaffen, aber niemals außerhalb ihrer selbst. Diese Ausgabe widmet sich der brasilianischen Musikdiaspora und versteht Verlagerung nicht als Abwesenheit oder Bruch, sondern als Raum der Neuerfindung, lebendigen Erinnerung und sensiblen Bewegung zwischen Zeiten, Geografien und Identitäten. Hier erscheint Musik als Beständigkeit in Bewegung — eine Weise, die Welt zwischen Sprachen, Geschichten und Affekten zu bewohnen.

In dieser Ausgabe:

  • Stimme, Zeit und Verlagerung: Wege der brasilianischen Musikdiaspora — Das Gasteditorial stellt die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe vor und skizziert die Reflexionen dieses Sonderheftes.

  • Malês und afrikanische Diaspora: Widerstand und Kunst als Erinnerung — Lara Tannus denkt über Musik als ancestrale Wurzel und Kraft des Widerstands in der afrikanischen Diaspora nach.

  • Musikalische Diaspora: Notizen zu einem Hören in Bewegung — Priscilla Barbosa teilt Forschungswege über brasilianische Musik, die außerhalb des Landes entsteht.

  • Maria d’Apparecida: Interpretin von Carmen und MPB — 100 Jahre — Mazé Torquato Chotil beleuchtet die Laufbahn der brasilianischen Opernsängerin und ihre historische Bedeutung.

  • Lange vor Tia Amélia: Amélia Brandão Nery auf Tour durch die Amerikas — Thiago Leme Marconato hebt die internationale Tätigkeit der Komponistin und Pianistin hervor.

  • Die gestimmte Stadt: die Oficina de Música de Curitiba — Tathy Zimmermann reflektiert über die 43. Oficina de Música de Curitiba und die Stadt als Klangterritorium.

  • Interview mit Letícia Malvares — Ein Gespräch über künstlerische Praxis, kreative Wege und musikalische Produktion im Dialog mit der Welt.

  • Modos Cítricos — Neue Rubrik über Musikerinnen und Musiker, Alben und musikalische Produktionen.

  • VitrinArte — Einladung zur virtuellen Ausstellung Citrus-Territorium, wo Bilder und Erfahrungen weiterhin zusammenleben.

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#5 Território Cítrico (Zitrisches Territorium) - v.1 n.5, 2025

Denn Kunst vergeht nicht: sie bleibt.

Diese Ausgabe schließt den ersten Zyklus von Arte Cítrica ab – nicht als Bilanz oder abgeschlossenes Archiv, sondern als lebendiges Territorium. Ein Feld der Präsenz, in dem vielfältige Stimmen, disziplinlose Sprachen und unzähmbare Gesten koexistieren, sich spannen und weiter nachhallen. Jede Seite trägt Spuren von Zeit, Denken und Erfahrung — Affinität, Reibung und Kontinuität in Bewegung. Eine Ausgabe zum Bleiben. Um erneut hinzusehen. Um zu erkennen, dass dieses Territorium weiter expandiert.

In dieser Ausgabe:

  • Klangkarten der Zeitgenössenschaft — Ein Bericht über die Erfahrungen unserer internationalen Korrespondentin beim 23. Internationalen IASPM-Seminar (Sorbonne, Paris, 2025).

  • Zitrische Reise: Kunst, Mut und Neuerfindung — Tathy Zimmermann teilt die Überschneidungen und Herausforderungen des ersten Jahres von Arte Cítrica.

  • Mein Eintritt in die Welt der Literatur — Pri Fernandes führt ein intimes Gespräch über das Schreiben, den Werdegang und die Zugehörigkeit.

  • Was uns hierher geführt hat: zwischen der Säure, die brennt, und der Süße, die heilt — Das Manifest, das diesen Zyklus abschließt und den Horizont dessen entwirft, was noch kommen wird.

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#4 Die Welt (ent)lernen
v.1 n.4, 2025

Denn Kunst, die bildet, dressiert nicht. Sie weckt auf.

Eine Ausgabe, die den Potenzialen der Kunstpädagogik gewidmet ist, in der Lernen und Entlernen Hand in Hand gehen. Hier ist Bildung ein poetischer und politischer Gestus: dem Verstummten Gehör schenken, das Starre in Bewegung setzen und lernen, die Welt wieder mit dem ganzen Körper zu spüren.

In dieser Ausgabe:

  • Welten tanzen: Kunst, Bildung und Dekolonialität — Raissa B. F. Aripuá reflektiert über Bewegung als Sprache der Befreiung, in der der Körper zu einem Ort des Widerstands und der Wiederverzauberung wird.

  • Kartografie der Erinnerung in Liedern — Priscilla Barbosa lädt dazu ein, persönliche und kollektive Erinnerungen durch Musik zu durchmessen und Gedenken in Territorien der Zugehörigkeit zu verwandeln.

  • Kunstunterricht und die kritische Bildung des Blicks — Rossano Silva diskutiert die Rolle der Kunst bei der Konstruktion eines sensiblen, kritischen und transformativen Blicks, der über die traditionelle Lehre hinausgeht.

  • Interview mit Angélica Sátiro: Die Kunst, Sinne zu entwirren — Die Denkerin und Pädagogin spricht über Kreativität, Imagination und die politische Macht der Kunst als ästhetische und ethische Erfahrung.

  • Ballett für Erwachsene: Mehr als Bildung durch Kunst — Kátia Alvares Mazur und Tathy Zimmermann teilen einen Bericht von Körper und Seele über das Lernen, das Über-sich-Hinauswachsen und die kollektive Kraft, das Unmögliche zu tanzen.

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#3 — Insurrektion des Wortes
v.1 n.3, 2025

Denn Literatur ist niemals neutral. Sie ist ein Gestus der Unbeugsamkeit."

Diese Ausgabe feiert das Wort als aktive Kraft: eine Schrift, die verwundet, verdrängt und Widerstand leistet. Zwischen Schweigen, Fragmenten und gewaltigen Stimmen entfacht jeder Text einen Funken Aufruhr — eine Einladung, die Welt zu denken, zu fühlen und zu hinterfragen.

In dieser Ausgabe:

  • Die ewige Suche nach dem „Ich“ in den Erzählungen von Clarice Lispector — Pri Fernandes analysiert Lispectors Schreiben als Konstruktion des Subjekts zwischen Stille, Erinnerung und Schwindel.

  • Medea erlösen — Laurene Veras lässt die Tragödie des Euripides und ihre Neudeutung bei Lars von Trier Revue passieren und reflektiert über Macht, Geschlecht und Widerstand.

  • Was ist Kunst? Teil II – wenn die Kunst den Rahmen sprengt — Tathy Zimmermann durchläuft die Brüche, Avantgarden und sensorischen Revolutionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

  • „Ich bin die Monsterin“ — Hilda Hilsts Poetik für Kinder — Carla Viccini erforscht die kindliche Imagination als Territorium der Provokation, der Zuneigung und des kritischen Denkens.

  • Interview mit Barbara Lia — Ein Gespräch über das Schreiben, den kreativen Prozess und die Insurrektion des Wortes als Handeln in der Welt.

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#2 — Tiefen der Kunst
v.1 n.2, 2025

Eine Ausgabe, die dorthin taucht, wo kein Licht mehr hinkommt: dorthin, wo die Kunst schlägt, blutet und spielt.

Was erwartet Sie in unseren Seiten?

  • Manifest des Spielerischen Philosophierens
    Angélica Sátiro lädt uns ein, mit Ideen zu spielen — denken beim Spielen, spielen beim Philosophieren. Denn auch Philosophie kann Kreide auf dem Asphalt sein.

  • Was ist Kunst? Teil I – Eine Reise von der Antike bis ins 19. Jahrhundert
    Tathy Zimmermann, Künstlerin und Historikerin, durchstreift Jahrhunderte voller Debatten, Salons und Brüche, um uns zu zeigen: Es gibt keine endgültige Antwort, sondern ein Kaleidoskop von Bedeutungen.

  • Interview mit dem Kollektiv Ideosphera
    Anarchische, ungezähmte, brennende Kunst. Ein Kollektiv, das aus Kellern, Scherben und Rissen geboren wird — Beweis dafür, dass Kunst Komet, Ruine und Explosion sein kann.

  • Kunst als Katharsis
    Katia Velo schreibt über die Alchemie von Schmerz und Schönheit und erinnert uns daran, dass Leben immer ein kreativer Akt ist.

Eine Ausgabe, die Sie durchdringen wird: zwischen Lachen und Wunden, Drachen und geballten Fäusten, Kunst als Balsam und Feuer.

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Spezial-Dossier „Ich bin noch hier“
v.1 n.1, 2025

Eine Ausgabe, die Kino, Erinnerung und Widerstand atmet. Walter Salles’ Film, Gewinner des Oscars 2025, dient als Ausgangspunkt für ein intensives Eintauchen: Eunice Paiva, ihr von Schmerz und Mut geprägter Weg und der Kampf um die Wahrheit, der bis heute nachhallt.

Was finden Sie in unseren Seiten?

  • Eunice Paiva: wenn das Kino das Schweigen bricht
    Der Filmemacher Ermeson Vieira Gondim eröffnet die Ausgabe mit einer Analyse, wie die Kamera das Schweigen durchbrechen kann.

  • Die Künstler sind noch da (und hier)
    Filmemacher und bildender Künstler César Meneghetti erinnert uns daran, dass Künstler — und immer sein werden — an vorderster Front gegen das Vergessen stehen.

  • Wir müssen einen Weg finden, mein Freund
    Philosophin und Schriftstellerin Laurene Veras verbindet das Lied von Erasmo Carlos mit dem brutalen Kontrast zwischen Feier und Gewalt und zeigt, wie das Lächeln selbst in dunklen Zeiten ein Akt des Widerstands ist.

  • Eunice Paiva und die Wunden der Erinnerung: ein Essay über Widerstand und Freiheit
    In der historischen Sektion zeichnet die Künstlerin und Historikerin Tathy Zimmermann das Porträt von Eunice Paiva, die Trauer in Aktivismus für Menschenrechte und indigene Völker verwandelte.

  • Interview mit Moara Tupinambá
    Die Künstlerin teilt ihre Sicht darauf, wie sich indigene Vorfahren in Schaffen und Kampf widerspiegeln.

  • Ich bin noch hier: Geschichte und Musik verflochten
    Als kraftvollen Abschluss führt uns Sängerin und Historikerin Priscilla Barbosa durch einen Soundtrack, der die Erzählung verstärkt und vertieft — wo Musik und Erinnerung sich im Widerstand verbinden.

Eine Ausgabe zum Fühlen, Erinnern und Nichtvergessen: Kunst als lebendige Flamme gegen das Schweigen.

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Ausgabe Null
v.1 n.0, 2025

Null. Der Ausgangspunkt. Die fruchtbare Leere. Die weiße Leinwand, die bereits alle Möglichkeiten in sich trägt. In diesem Raum zwischen Furcht und Ekstase entsteht Arte Cítrica: als Einladung, als Entdeckung, als Transformation. Die Null ist Same, ist Potenzial, ist das, was in viele Richtungen aufblüht.

In dieser Ausgabe
Die Erstausgabe von Arte Cítrica taucht ein in Werke, Ideen und Überschneidungen, die die Null als Ursprung, Abwesenheit und Verheißung erforschen:

  • Der Körper als Objekt: Marina Abramović und Rhythm 0
    Der Philosoph und Psychoanalytiker Gustavo Jugend analysiert die brutale Performance der serbischen Künstlerin und reflektiert über Gewalt, Verdinglichung und die „lakanische Null“ als Symbol des Nicht-Existierenden, das paradoxerweise existiert.

  • Die Tafeln des Heiligen Vinzenz: das rätselhafte Gemälde von Nuno Gonçalves
    Ein Text von Tathy Zimmermann über das umstrittene portugiesische Polyptychon, das Zeit und Interpretationen trotzt.

  • Interview mit Christopher Zoellner
    Der Künstler und Designer spricht über seine Erfahrungen in Taiwan und darüber, wie seine Grafik- und Textilkunst Oberflächen in visuelle Erzählungen verwandelt.

  • Von Null an: brasilianische Musik in der Diaspora
    Die Historikerin und Sängerin Priscilla Barbosa schreibt über das Programm Más Allá de la Bossa Nova und die kreative Kraft brasilianischer Musik, die im Ausland entsteht.

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Lass uns reden?

Was dich bewegt, berührt oder zum Nachdenken bringt, interessiert uns ebenfalls.

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Deine Stimme zählt.

Trag dich ein!
Für empfindsame und zitronige Seelen.

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